Logicalis CIO-Studie: IT-Verantwortliche sind verstärkt Treiber der geschäftlichen Transformation

Handlungsbedarf in den Bereichen Service-Innovationen, Datennutzung und Cyber-Risiken

Frankfurt am Main, 21. Oktober 2021 – Weltweit sind sich viele Unternehmen ihrer aktuellen Herausforderungen in puncto digitaler Transformation bewusst, ergreifen aber nicht immer effektive Maßnahmen, um diese anzugehen. Laut der „Logicalis Global Survey 2021-2022“ rücken IT-Verantwortliche dabei verschärft als Innovationstreiber in den Mittelpunkt der geschäftlichen Transformation – mit Fokus auf die Bereiche Service-Innovationen, effektive Datennutzung und Cyber-Risiken. Logicalis, weltweiter Anbieter von IT-Lösungen und Managed Services, befragte im Survey zum achten Mal über 1000 CIOs in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien zu ihren aktuellen Aufgaben und Herausforderungen.

Mit Service-Innovationen digitale Kundenbeziehungen verbessern

Während die Mehrheit der Befragten in den vergangenen Jahren noch angab, nicht genügend Zeit für Innovation und strategische Planung aufwenden zu können, hat sich ihre Rolle in den letzten zwölf Monaten – auch pandemiegetrieben – signifikant gewandelt. Sie verwenden jetzt deutlich mehr Zeit auf Innovationen (79 Prozent), strategische Planung (77 Prozent) und Produktivität (62 Prozent). „Kunden erwarten heutzutage, dass sie standardmäßig digital mit Unternehmen interagieren können; der Bedarf an Service-Innovationen ist entsprechend hoch“, sagt Christian Werner, CEO der Logicalis Group in Deutschland. „Wie die Studie zeigt, haben CIOs deshalb zunehmend die Aufgabe, die Unternehmensinfrastrukturen zu revolutionieren und damit der modernen Welt und den steigenden digital basierten Interaktionen – intern und extern – gerecht zu werden.“ Vier von fünf CIOs glauben (81 Prozent), dass sie sich in den nächsten Jahren verstärkt mit der Neudefinition der (digitalen) Customer Experience beschäftigen werden.

Daten nutzen für Prozessänderungen

Obwohl fast alle CIOs (98 Prozent) angeben, dass die Pandemie die Digitalisierungspläne ihres Unternehmens beschleunigt hat, fühlen sich viele (75 Prozent) nicht in der Lage, ihre Daten effektiv im Sinne einer zügigen digitalen Transformation einzusetzen. So zeigen die Umfrageergebnisse, dass weniger als die Hälfte der Befragten (48 Prozent) Daten nutzt, um die Geschwindigkeit und Agilität ihrer Abläufe zu erhöhen; nur ein Viertel bedient sich Daten, um die allgemeine Geschäftsstrategie voranzutreiben. Werner: „Die Mehrwerte von Daten zu erschließen ist aber unerlässlich, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Unternehmen schaffen sich damit nicht nur eine Basis für fundierte Entscheidungen, sondern steigern auch die geschäftliche Flexibilität.“ 79 Prozent der Studienteilnehmer denkt deshalb, dass ihr Unternehmen auf Grund des geringen Tempos bei Prozessveränderungen hinter der Konkurrenz zurückfällt.

Wanted: Modernisierung der Innovationskultur

Zwar geben Dreiviertel der CIOs an, dass sie ihre Innovationsbemühungen verstärkt haben, jedoch sehen nur 27 Prozent Innovation als Teil ihrer Unternehmenskultur. So ist Innovation meist nur auf bestimmte Bereiche und Abteilungen beschränkt (sagen 21 Prozent) oder besteht aus groß angelegten und von speziellen Teams durchgeführten Projekten (so 34 Prozent). „Mit diesem zögerlichen Innovationsansatz beeinträchtigen Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit; eine moderne unternehmensweite Innovationskultur auf Basis zukunftsfähiger IT-Infrastrukturen ist gefragt“, so Werner. Gemäß Studie haben bislang 60 Prozent der Befragten erkannt, dass die IT eine führende Rolle bei der Unterstützung von Innovationen spielt.

Cyber-Risiken: ganzheitlicher Ansatz fehlt

Auch was die Minimierung von Cyber-Risiken angeht, zeigt die Studie Handlungsbedarf. 94 Prozent der CIOs erwarten in den nächsten zwölf Monaten ernsthafte Sicherheitsbedrohungen (sortiert nach Risikolevel: Datenschutzverletzungen 47 Prozent, Malware/Ransomware 39 Prozent, mangelndes Bewusstsein der Mitarbeiter 30 Prozent); aber nur 27 Prozent legen Business Continuity und Resilienz als Top-Drei-Priorität in den nächsten zwölf Monaten fest; auch Risikominderung spielt als Leistungsmaßstab eine untergeordnete Rolle. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent) verfolgt keine Strategie zur Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs nach einem Cyberangriff. „Unternehmen sollten vor dem Hintergrund zunehmender Angriffe hier einen ganzheitlichen Sicherheitsansatz verfolgen und Insellösungen meiden“, so Werner.

Werner abschließend: „Unsere aktuelle Studie zeigt noch deutlicher als in den vergangenen Jahren, wie sich die Rolle des CIOs gewandelt hat; hin zu Innovationstreibern für das gesamte Unternehmen. Agile, anpassungsfähige Infrastrukturen sind das A und O, um dieser Rolle gerecht zu werden und dem Handlungsbedarf rund um Service-Innovationen, Cloud Integration, Data Analytics und Cybersecurity gerecht werden zu können. Vertrauenswürdige Partner helfen dabei, eine solide Planung vorzunehmen und sich zukunftssicher aufzustellen.“

Die vollständige Studie „Logicalis Global CIO Survey 2021-2022“ können Sie unter https://www.de.logicalis.com/cio-survey-2021 herunterladen.