Oracle Lizenz Audit - Was kann ich tun?

18_Oracle_Software_Audit.jpg

Lizenz-Audits von Oracle sorgen bei IT-Verantwortlichen häufig für große Panik. Nach einer Überprüfung der bestehenden Lizenzen müssen Unternehmen bei Lizenzverstößen mit immensen Kosten für Nachlizenzierungen oder Strafzahlungen rechnen, die weder geplant noch budgetiert sind. Falls Sie bisher noch nicht von einem Software-Audit betroffen waren oder Ihnen aktuell eines bevorsteht, klären wir Sie rund um das gesamte Lizenz-Audit von Oracle auf.

Oracle Audit? - Mit den Tipps von Logicalis sind Sie gewappnet


Inhalt


 

Was ist ein Oracle Lizenz Audit?

In einem Oracle Lizenz Audit überprüft der Hersteller den Nutzungsumfang und die Nutzungsintensität der erworbenen Lizenzen. Oracle möchte dadurch feststellen, ob der aktuelle Lizenzrahmen mit der vertraglichen Nutzungsvereinbarung übereinstimmt.

Oracle Kunden stimmen beim Kauf von Software-Produkten dem sogenannten Oracle Master Agreement (OMA) des Herstellers zu. Dies enthält unter anderem die Nutzungsbedingungen. Mit diesem OMA wird dem Anbieter außerdem das Recht erteilt, ein Lizenzaudit durchführen zu können. Ein Audit kann durch Oracle jederzeit angekündigt werden. Beispielsweise, wenn ein Verdacht auf einen Lizenzverstoß vorliegt oder aber als Kontrollfunktion, um in bestimmten Zeitabständen die Nutzungsvereinbarungen und die tatsächliche Nutzung zu überprüfen.


Wie läuft ein Oracle Lizenz Audit ab?

Anwenderunternehmen bekommen von Oracle einen „Notification Letter“, in dem der Software-Hersteller ein Lizenzaudit ankündigt. In diesem Schreiben wird der Kunde darüber informiert, dass Oracle sein Auditrecht aus dem vereinbarten Vertrag ausübt und eine Überprüfung der bestehenden Lizenzen durchgeführt werden soll. Dabei wird dem Unternehmen eine Frist von 45 Tagen gesetzt, um auf das Schreiben zu reagieren.

Zur Überprüfung der vertraglich vereinbarten Lizenznutzung und dem tatsächlichen Nutzungsverhalten des Oracle Kunden, werden beim Lizenznehmer anhand von speziellen Tools Analysen durchgeführt, um festzustellen wie installierte Oracle Produkte genutzt werden. Das Analyseergebnis wird am Ende mit allen gekauften Softwarelizenzen verglichen. Die folgende Grafik visualisiert den Ablauf eines Lizenzaudits:

imageahbek.png

Abbildung 1: Ablauf eines Oracle Lizenz Audits



Welche Konsequenzen hat ein Audit für mich?

Nach einem durchgeführten Lizenzaudit gibt es drei Szenarien, mit denen der Lizenznehmer rechnen sollte. Wir werden auf alle drei Szenarien und die Konsequenzen genauer eingehen:

Szenario 1 – Alles in Ordnung

Der Software-Hersteller hat nach der Überprüfung der aktuellen IT-Umgebung festgestellt, dass kein Lizenzverstoß vorliegt und das Unternehmen somit mit keinen weiteren Konsequenzen rechnen muss. In diesem Fall kann der Lizenznehmer beruhigt sein und auf ihn kommen keine weiteren Kosten zu.

Szenario 2 – Sie sind überlizenziert

In diesem Fall ergab ein Vergleich der tatsächlich genutzten Software mit den vereinbarten Nutzungsvereinbarungen, dass die Softwarelizenzen den eigentlichen Bestand an Lizenzen übersteigen. Eine Überlizenzierung hat für Unternehmen keine rechtlichen Konsequenzen. Es besteht unter Umständen die Möglichkeit, durch Kündigung überflüssiger Lizenzen, Supportkosten zu sparen.
 

Szenario 3 – Sie sind unterlizenziert

Bei einem Lizenzaudit ergab das Ergebnis, dass ein Lizenzverstoß vorliegt und der Oracle Kunde unterlizenziert ist. Der Hersteller fordert vom Lizenznehmer, die fehlenden Lizenzen nachzukaufen. Eine Deinstallation von Software nach einem Audit ist leider zu spät und kann den Lizenznehmer nicht vor einer Nachzahlung retten.

Falls den Forderungen des Herstellers nicht nachgegangen wird, ist der Anbieter laut den vereinbarten Geschäftsbedingungen dazu berechtigt, den technischen Support zu stoppen sowie alle bisher erworbenen Lizenzen außerordentlich zu kündigen. Zudem muss der Lizenznehmer mit rechtlichen Folgen rechnen. 



Welche Fallstricke gibt es?

Unternehmen können sehr schnell in die Falle von Lizenzverstößen tappen und wundern sich nach einem Audit über das ungleiche Verhältnis von erworbenen und fehlenden Lizenzen. Die gängigsten Fallstricke haben wir für Sie aufgelistet:

Was können Sie tun?

Sobald das Ankündigungsanschreiben für das Audit („Notification Letter“) von Oracle bei Ihnen eingegangen ist, sollten Sie zunächst einmal nicht in Panik geraten. Wovon wir Ihnen allerdings abraten, ist gar nichts zu tun. Im Falle eines Oracle Lizenzaudits können wir Ihnen folgende Handlungsempfehlungen auf den Weg geben:

 

Was kann Logicalis für Sie tun?

Als IT-Dienstleister mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung und Durchführung von Oracle Lizenzaudits können wir Ihnen helfen, regelmäßig interne Auditsimulationen durchzuführen und Ihr Unternehmen als Partner durch ein offizielles Audit zu begleiten. Unsere Experten sind spezialisiert auf IT-Infrastrukturen im Oracle Umfeld und helfen Ihnen dabei, Ihr Lizenzmanagement zu optimieren. Zu den Logicalis Leistungen gehören:

Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf!