Oracle OpenWorld 2019 (OOW) - Highlights

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Die Oracle OpenWorld 2019 (OOW) in San Francisco ist am 19. September zu Ende gegangen. Unsere Oracle Experten waren für Sie vor Ort und haben sich in vier Tagen über die neusten Trends des Technologieunternehmens informiert. Zu den Highlights der diesjährigen Veranstaltung gehören die autonome Datenbank, Oracle Exadata, Features der Oracle Datenbankversion 19c, Oracle Cloud und die Zusammenarbeit mit VMWare. Die einzelnen Neuigkeiten werden detaillierter erläutert. 


Inhalt:





Oracle kooperiert mit VMware

Für die Oracle Community war die Ankündigung der Zusammenarbeit zwischen Oracle und VMware das größte Highlight der gesamten Veranstaltung. Oracle tritt dem VMware Cloud Provider Programm bei und unterstützt von nun an auch seine Software in VMware Umgebungen. Weiterhin wird VMware zukünftig als Hypervisor in der Oracle Cloud Infrastructure auf deren Bare Metal Server unterstützt. Mindestanforderung für das OCI Deployment: 3 Bare Metal Servern mit insgesamt 156 OCPUs.

Nach initialem Rollout über die OCI Platform ist die Umgebung sofort in das lokale vSphere Management integrierbar und kann darüber gesteuert werden. Die Kooperation wird vielen Kunden helfen, schnell und einfach die Vorteile beider Welten in der Cloud zu nutzen. Der einzige Nachteil dabei ist, dass es keine neue Lizenzpolitik zu Oracle Produkten auf VMware Deployments geben wird, auch nicht in der Oracle Cloud Infrastructure.


Oracle Exadata

Die Oracle Exadata Database Machine als hochverfügbare Datenbankplattform ist weiterhin die ideale Lösung um Oracle Datenbanken effizient zu verwalten. Der Hersteller verändert nichts und bietet den kompletten Stack in einem Rack anzubieten und präsentiert eine veränderte Exadata mit dem Namen: Oracle Exadata X8M.
Anstatt des Infinibands wird 100Gbps Ethernet verbaut und die Datenbank erhält den direkten Zugang zu den Daten über das Intel Optane DC Persistent Memory. So steht das „M“ für den Persisten Memory. Das sorgt für einen weiteren Performance Boost. So ist und bleibt die Exadata die schnellste Datenbank-Maschine der Welt.

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Grafik 1: Oracle Exadata X8M (Quelle: https://blogs.oracle.com/exadata/exadata-x8m)

Exadata Cloud at Customer
Neben der neuen Oracle Exadata gibt es auch Neuerungen bei der Oracle Exadata Cloud at Customer (ExaCC). So befindet sich das Exadata Cloud at Customer Control Panel ab der zweiten Generation in der Oracle Cloud, so dass darüber neue Patches leicht verfügbar sind und das Cloud-Tooling immer auf dem neuesten Stand ist. Aktuelle ExaCC Systeme der ersten Generation werden von Oracle kostenfrei upgegradet. Die Autonomous Database ist auf Exadata Cloud at Customer für das Jahr 2020 angekündigt.

Oracle Database

Das Technologieunternehmen hat auch interessante Neuigkeiten bezüglich der jeweiligen Datenbankversionen angekündigt. Alle Oracle Kunden können ab der Oracle Database 19c drei pluggable Datenbanken kostenfrei betreiben. Für alle Klienten die eine ältere Version installiert haben, ist die Oracle Enterprise Edition mit der Multitenant Option notwendig um mehrere pluggable Datenbanken nutzen zu können. Sowohl in der Standard Edition Two wie auch in der Enterprise Edition ist die Nutzung jeweils nur einer pluggable Datenbank kostenfrei möglich.

Automatic Indexing
Ein weiteres 19c Feature der Datenbank ist das Automatic Indexing. Zur Zeit ist es nur exklusiv für die Exadata und den Exadata Cloud Service verfügbar und zeigt eine weitere Nutzung der KI und den Weg zur vollständigen Autonomous Database, der mit der Version 18c begonnen wurde. Die Funktion kann auch nur für Analysen genutzt werden und verspricht insbesondere in Data Warehouse Umgebungen den Arbeitsalltag des DBA deutlich zu erleichtern.

Blockchain Tables erhöhen die Sicherheit
Eine weitere interessante Innovation auf der OOW war die Einführung einer neuen Tabellenform. Oracle möchte in Zukunft Betrug vorbeugen und hat dazu die Einführung von Blockchain Tables verkündet. Über die
Cryptographic chain of data“ können Anwender die Daten gegen jegliche Form von Betrug (Diebstahl, Veränderung, etc.) absichern.

Autonomous Database / Autonomous Linux OS
Im letzten Jahr wurde die Autonome Datenbank vorgestellt. Mit der aktuellen Version ist der Service einfacher und leichter nutzbar geworden (so wurde zum Beispiel auch der Enterprise Manager für die Nutzung der ADW/ATP erweitert).Hinzu kommt, dass das Oracle Linux auch autonom wird. Patching, Upgrades und Tuning werden automatisiert: Ähnlich wie bei dem Datenbank Services sorgt dies für eine bessere Performance, mehr
Verlässlichkeit und besonders mehr Sicherheit.

Oracle Cloud

Beim Thema Oracle Cloud dürfen sich die Kunden auf gleich mehrere interessante Neuigkeiten freuen. Einerseits werden neue Rechenzentren aufgebaut, Microsoft Azure Kunden dürfen sich über eine optimierte Kompatibilität freuen und Interessenten können die neue Oracle Cloud ohne einen hohen Aufwand testen.

Oracle Cloud Infrastructure und neue Regionen

Der Oracle Gründer und aktuelle CTO von Oracle Larry Ellison hat in seiner Keynote auf der OOW hat 20 neue Oracle Cloud Infrastructure Rechenzentren der zweiten Generation für das nächste Jahr angekündigt.
Somit werden zu den 16 bestehenden Regionen nicht nur weitere Regionen erschlossen.

Dadurch erhalten wichtigen Regionen weitere Rechenzentren, so dass die Kunden Produktion und
Disaster Recovery Systeme in der gleichen Region aufbauen können.

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Grafik 2: Oracle Rechenzentrenen in den Regionen (Quelle:https://www.oracle.com/cloud/architecture-and-regions.html)



Oracle Cloud Free Tier
Für Interessenten der Oracle Cloud gibt es die Option ohne großen Aufwand die neuesten Cloud Services kostenfrei zu testen. So sind neue Services wie die Autonomous Data Warehouse oder das Autonomous Transaction Processing dabei. Ob Compute, Block Storage, Object Storage oder das Load Balancing und Monitoring, alle relevanten Service für das verproben einer komplexen Infrastruktur sind gratis für 30 Tage oder 300 US Dollar Credits verfügbar.

Nach Ablauf der Zeit oder der Credits kann die Umgebung unkompliziert gegen Geld weiterbetrieben und erweitert werden. Studenten und Entwicklern wird das „Always Free Autonomous Database und Cloud Infrastructure“ angeboten. Hier ist keine zeitliche- oder Credit-Limitierung vorgesehen.

Folgende Spezifizierung haben die beiden kostenlosen Programme:

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Grafik 3: Oracle Cloud Free Tier Spezifikationen (
Quelle: https://blogs.oracle.com/oracle-database/freedom-to-build-announcing-oracle-cloud-free-tier-with-new-always-free-services-and-always-free-oracle-autonomous-database)

Oracle Cloud und Microsoft Azure
Azure Kunden können jetzt performant auf Datenbank-Services in der Oracle Cloud zugreifen. Über direkte und schnelle Verbindungen (high speed links) werden beide Cloud-Welten miteinander verbunden. So ist es möglich zum Beispiel die Microsoft Analytics mit der Oracle Autonomous Database zu betreiben.
 

Enterprise Manager Cloud Control 13.4

Unsere Oracle Experten konnten auf der OOW auch die neue Version des Enterprise Cloud Control Manager (EMCC) kennen lernen. Die Version 13.4 bietet einige interessante Features für die Anwender, die im folgenden zusammengefasst werden:



Digital Assistant Bot

Mit der Infrastruktur in der Cloud bietet Oracle einen Digital Assistant mit KI an, der die natürliche Sprache besser semantisch aufgreift und analysiert und sich über Machine Learning weiter optimiert. So ist der Digital Assistant Bot schon jetzt besser in der Lage den Menschen zu verstehen und zu unterstützen als Alexa, Siri oder der Google Assistant. Der Digital Assistant soll den Usern von Unternehmensanwendungen (d. h. Mitarbeitern und Kunden) mehr Komfort bieten und die Produktivität steigern.

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