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Gelebte Innovation für erfolgreiche Konsolidierung

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Gerüstet für die Zukunft.

Insgesamt etwa 1.300 Mitarbeiter sind bei der in der Schweiz ansässigen Weleda AG tätig. Das Unternehmen stellt Produkte aus den Bereichen anthroposophische Komplementärmedizin, Diätetik und Naturkosmetik her. Das Sortiment zählt über 1.000 Arzneimittel und 120 Naturkosmetik-Artikel. Ist hier die Vielfalt durchaus erwünscht, so gab es an anderer Stelle zu viel davon: im Rechenzentrum im deutschen Schwäbisch Gmünd. Um die Komplexität der IT-Infrastruktur und so den Administrationsaufwand zu senken, legte das Unternehmen Ende 2013 ein Konsolidierungsprojekt auf Kiel. Dabei setzte Weleda auch auf die enge Zusammenarbeit mit Inforsacom Logicalis.

Vom Bedarf zur Innovation

Zentrales Storage mit VMware-Cluster, unterschiedliche Hersteller, End-of-Life, Auslaufen der Wartungsverträge, eine immer komplexere und aufwändiger zu administrierende Umgebung: ein klassisches Szenario, wie es im Laufe der Jahre bisher unvermeidlich entstand. Dementsprechend dürfte die Ausgangslage vielen mit der Unternehmens-IT beschäftigten Mitarbeitern bekannt vorkommen – vom Administrator bis zum CIO. Vor diese Situation sah sich auch Uwe Waldenmaier gestellt, der bei der Weleda AG in Schwäbisch Gmünd für das dortige Rechenzentrum und damit den IT-Betrieb verantwortlich ist. Neben dem Auslaufen der Wartungsverträge war die Erweiterung um zusätzliche Rechenkerne in der virtuellen Umgebung das auslösende Moment, weshalb Uwe Waldenmaier im Jahr 2013 nach einer neuen Lösung Ausschau hielt.

Um die Gefahr stetig steigender Komplexität künftig zu reduzieren, rückte schnell die Idee einer konvergenten Infrastruktur mit Server, Storage und einheitlicher Verwaltung in den Mittelpunkt des Interesses. Nach intensiven Recherchen stellte sich heraus: Die Idee ist gut, doch der am besten für die Weleda-Infrastruktur geeignete Hersteller ist ein noch junges Unternehmen, das bis dato keinen Vertrieb oder gar Support in Deutschland geboten hatte – Nutanix. „Im engeren Sinne bedeutet Innovation, dass sich eine Neuerung im Einsatz etabliert. Von diesem Zustand waren wir anfangs noch ein Stück entfernt", erinnert sich Uwe Waldenmaier. „Da wir jedoch von unserer Idee überzeugt waren, wollten wir nicht einfach davon ablassen. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Partner, mit dem wir die Innovation auf den Weg bringen konnten."

Um diese Suche schnell und zielführend zu gestalten, hatte Weleda die Fühler in mehrere Richtungen ausgestreckt. Doch am Ende überzeugte nur ein Unternehmen durch seine proaktive Herangehensweise und die professionelle Neugier auf einen neuen Marktteilnehmer: Inforsacom Logicalis. Die Techniker des Systemintegrators nutzten die VMworld in Barcelona, um sich mit den Lösungen des neuen Players vertrauter zu machen.

Nachdem Hersteller und Konzept dort überzeugen konnten, stießen die verantwortlichen Mitarbeiter eine Zusammenarbeit an. Wegen des akuten Weleda-Bedarfs war die Zeit eine kritische Komponente, und so setzte Inforsacom Logicalis alle Hebel in Bewegung, um bereits wenige Wochen später für den Vertrieb der Nutanix-Lösungen zertifiziert zu sein – erfolgreich. Im ersten Quartal 2014 unterzeichneten Hersteller und Systemintegrator den Partnervertrag. Damit konnte das Projekt bei Weleda anlaufen. Die Tage der heterogenen Infrastruktur für die etwa 1.000 betroffenen Arbeitsplätze in Schwäbisch Gmünd und der Schweiz neigten sich dem Ende zu.

Von der Innovation zur Konsolidierung

Vor der Installation stand natürlich noch eine entsprechende Planungsphase, die auch einen umfassenden Proof-of-Concept enthielt. Da dies auch ein Pilotprojekt für Inforsacom Logicalis war, erfolgte eine besonders enge Zusammenarbeit mit dem Hersteller Nutanix – ein Aspekt, der bei Weleda für große Erleichterung sorgte. Denn immerhin wagte sich das Projektteam um Uwe Waldenmaier mit der Lösung eines Start-ups auf fremdes Terrain. Im April 2014 war es schließlich so weit: Zwei Nutanix Virtual Compute Platforms NX-6220 fanden ihren Weg zu Weleda.

Copyright: Weleda AG

Im ersten Schritt erhielt das Unternehmen so 40 TB Nettospeicherkapazität. Das System verfügt über zwei Speicherschichten, wovon die hochperformante über leistungsfähige Solid State Disks (SSDs) verfügt. Vier integrierte ESX-Server lieferten Rechenpower aus 10- oder 20-Core-CPUs. Ein Block kann übrigens bis zu vier Nodes enthalten. Der Hersteller offeriert seine Lösung dabei sowohl als physische wie auch als virtuelle Appliance. Ebenfalls im Paket enthalten waren drei Jahre Wartung. Zudem orderte Weleda diverse Services für Hard- und Software.

Die Inbetriebnahme selbst erfolgte reibungslos, wozu der mit Nutanix und Inforsacom Logicalis entwickelte „Try & Buy"-Ansatz einen wesentlichen Beitrag leistete – die Konfiguration konnte von Weleda übernommen werden. So ließ sich je eine Maschine mit nur zwei Personentagen aufsetzen. Anspruchsvoll war während des Migrationsprozesses lediglich die Verbindung von der alten FibreChannel-Schnittstelle hin zur Nutanix, die ohne FibreChannel auskommt. Dabei und beim Update des Hypervisors hat Inforsacom Logicalis Weleda so unterstützt, dass die 120 Virtual Machines zeitnah umgezogen waren. Eine vierwöchige Testphase und das Go-Live erfolgten direkt im Anschluss. Seit dem greifen die Anwendungen aus den Bereichen Sharepoint, Exchange, SQL-Datenbanken, File Server etc. auf das neue System zu.

Von der Konsolidierung zum Erfolg

Wie gut das von Inforsacom Logicalis begleitete Konsolidierungsprojekt für den Kunden Weleda gelungen war, zeigte sich unmittelbar und an mehreren Stellen. Bei einem Virtualisierungsgrad von über 85 Prozent im Server-Bereich ist zwar Rechenleistung gefragt – und die gibt es nun satt. Sichtbarstes Ergebnis war aber der verringerte Platz- und Strombedarf: Statt eines ganzen Racks benötigen die Nutanix-Nodes nurmehr sechs Höheneinheiten. Wegen des verringerten Platzbedarfs haben das Unternehmen und Inforsacom Logicalis mit der neuen Lösung so einen direkten Kostenvorteil erreicht. Auch die integrierten Fähigkeiten zur Deduplikation – also dem Aufspüren doppelter Datensätze und deren Platz sparender Zusammenführung – sowie umfassende Komprimierungsoptionen haben ihr Scherflein dazu beigetragen, dass das neue IT-Herz von Weleda ein kompaktes ist und wenig Raum benötigt.

Im Alltagsbetrieb bietet Nutanix fast in jeder Hinsicht ein Leistungsplus gegenüber der Vorgängerlösung, mit Ausnahme des ERP-Systems – jedoch ist noch bei weitem genug CPU-Kraft plus Reserve vorhanden, so dass von einem passenden Niveau anstelle eines teuren und unnützen Überschusses die Rede ist.

Copyright: Weleda AG

„Die Beratungskompetenz von Inforsacom Logicalis zeigt sich gerade bei solch vermeintlichen Kleinigkeiten – es werden keine überflüssigen Dinge aufgedrängt", ergänzt Uwe Waldenmaier. Da es keine aufwändig zu verwaltenden Logical Unit Numbers (LUNs) mehr gibt, werden zudem personelle Kapazitäten in seinem Team frei bzw. lassen sich besser nutzen: Viele Aufgaben der knappen Ressource Storage-Administrator kann nun ein VMware-Experte übernehmen. Auch der hohe Automatisierungsgrad unterstützt den effizienten Betrieb: Erweiterungen bei RAM, CPU und Speicherkapazität sind so unmittelbar verfügbar. Upgrades lassen sich ebenfalls einfach und schnell durchführen, da ein Tausch von Clustern nicht mehr erforderlich ist.

„Das System ist grundsätzlich preislich sehr interessant – zahlreiche Faktoren sorgen nicht nur für einen relativ simplen, kostengünstigen Betrieb. Das betrifft auch die knappe Ressource Storage-Administrator", wie Uwe Waldenmaier erläutert. „Dennoch stimmt auch die Rechenleistung. Und sollten wir hier wirklich an Grenzen stoßen, ist das System voll skalierbar und damit zukunftssicher. Ich bin froh, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit Inforsacom Logicalis so erfolgreich bewerkstelligen konnten."

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